+++ Tauchunfall und Laubhaufenbrand +++
Gestern Mittag wurden die Feuerwehren Neufeld und Hornstein, der Tauchdienst des burgenländischen Landesfeuerwehrverbandes, die Tauchgruppe der Berufsfeuerwehr Wien gemeinsam mit dem Christophorus 9 und der Wasserrettung zu einem nach einem Gruppentauchgang vermissten Taucher am Neufelder See alarmiert.
Nach der Lageerkundung durch Einsatzleiter Abschnittsfeuerwehrkommandant Franz Nechansky konnte der Ernst der Lage bestätigt und zwei Feuerwehrtaucher der BF Wien, welche per Christophorus 9 eingeflogen wurden, eingewiesen werden. Parallel wurde das erst im Juni in Dienst gestellte Arbeitsboot der FF Neufeld gewassert. Auf diesem wurde auch ein Sonargerät montiert, um die Suche damit zu unterstützen. Während der erste Tauchgang der mittels C9 eingeflogenen Taucher erfolglos verlief, konnte der Vermisste durch die nahezu parallel eingesetzten Trupps der BF Wien und der Feuerwehrtaucher Burgenland bereits beim zweiten Tauchgang gefunden werden. Sofort nach dem Auffinden wurde der Verunglückte mit dem Arbeitsboot der FF Neufeld an Land gebracht, wo umgehend die Reanimation durch den ASB Hornstein und das Team des C9 eingeleitet wurde. Trotz aller Bemühungen konnte nur mehr der Tod des Mannes festgestellt werden.
Während der Rettungsmaßnahmen wurde die FF Neufeld über die LSZ Burgenland über einen Folgeeinsatz informiert – am Seeparkplatz brannte ein Grünschnitthaufen. Sofort wurde durch einen Teil der Mannschaft das ULFA besetzt und zu diesem Einsatz abgerückt. Aufgrund der anfänglich starken Rauchentwicklung wurden die ersten Löschmaßnahmen unter schwerem Atemschutz durchgeführt. Da beim parallel laufenden Einsatz am Neufelder See genügend Kräfte verfügbar waren, wurde das Rüstlöschfahrzeug der FF Hornstein für die Nachlöscharbeiten ebenfalls vom See abgezogen und unterstützte mit weiterer Mannschaft und Löschwasser die Arbeiten am Grünschnittplatz.
Trotz dieses tragischen Ereignisses soll die perfekte Zusammenarbeit aller knapp 85 Einsatzkräfte, organisations- und bundeslandübergreifend, nicht unerwähnt bleiben. Gleichzeitig sei den Hinterbliebenen des Verunglückten unser tiefstes Mitgefühl ausgedrückt.